Vom normalen Motorradhelm zum Schädel!

 
Am Anfang wurde dieser neu erworbene Motoradhelm mit Naßschleifpapier aufgerauht und abgeklebt. 
Besondere Sorgfalt wurde dabei an den Tag gelegt, als die Lüftungsschlitze angeschliffen wurden. Jeder kleine Fehler beim Vorbereiten kann zu großen Problemen beim Überziehen mit Klarlack führen. Der Lack würde nicht so gut, oder überhaupt nicht, haften!
Deswegen ist von Anfang an auf Gewissenhaftigkeit zu achten!
Nachdem der Helm aufgerauht und abgeklebt wurde, klebte ich die erste Schablone auf und sprühte den Freiraum mit Schwarz aus. In diesem Fall sind die Nasenöffnungen als erster Ansatzpunkt gewählt worden.
Nach der Nase wurden ebenfalls Schablonen für die Zähne und dem Kieferknochen angefertigt und ausgefüllt. Danach entfernte ich die Schablonen und sprühte mit der gleichen Schwarz die einzelnen Schattierungen freihand ein. 

Man kann jetzt schon einen Eindruck über das Motiv gewinnen.

Stellt man sich einen Schädel vor, so hat dieser Löcher und Risse. Die Löcher wurden nach dem gleichen Prinzip ange-
fertigt, wie die vorhergehenden Arbeitsabschnitte. Die Risse dagegen wurden mit einem Pinsel aufgetragen. Somit wurde eine "harte" Kante erreicht. 
Damit der Helm eine gewisse Note bekommt, darf man nicht mit Phantasie sparen. Deswegen entschied ich mich dazu einen Käfer auf die Rückseite zu sprühen. Es ist eine kleine Farbeinlage und unterstreicht auch noch das Motiv.
Der spätere Träger dieses Helmes wollte seinen Namen noch verewigt haben. So wurde von der Schrift wiederrum eine Schablone angefertig. Zuerst grundiert ich die Schrift mit weiß, damit später die Buchstaben eine Leuchtkraft bekommen. Danach wurden die Grundfarbe der Schrift, sowie die Schatten und Lichtreflexe
aufgetragen.
Ein Stern auf dem ersten Buchstaben gab dem Schriftzug noch eine besondere Note!
Nach das Motiv fertig war wurde er mit Klarlack überzogen, damit das Gemälde auch wasserfest und geschützt ist. Jetzt sind auch die letzten Reste der Klebefolie entfernt worden. Hierbei muß man noch einmal sehr vorsichtig sein, denn es kann leicht passieren, daß bei Unachtsamkeit die Lackschicht beschädigt wird.
Hier nun das fertige Schmuckstück von vorne. Ich selber würde zwar nie einen solchen Helm tragen, aber das Motiv ist doch schön, oder???

Schreibt Eure Eindrücke und Kommentare bitte in unser Gästebuch. 
 

Euer Frank 
Zurück Stand: 14.05.1999